Seit
langer Zeit typisch für la-boum und eines unserer Markenzeichen
ist das Vortragen von Musikstücken an ungewöhnlichen
Orten und zu außergewöhnlichen Anlässen. In
WG-Toiletten, auf sämtlichen Brücken, in Geschäften,
auf Ritterburgen, LKW-Ladeflächen, Bahnsteigen, im Museum,
im Matsch, in der Küche, im Schwimmbad, am Badesee, im
Zug, Parkhaus,in der Skihütte, Kirche, im Kino, Varieté-Theater,
Zirkus, Rathaus und am Strand um hier nur einige zu nennen.
Ebenso bizarr die Anlässe zu denen wir Aufspielten. Von
der Hanfparty der Grünen mit Claudia Roth über Schwulenhochzeit
und Schaukochen, Blumenfest bis zu kirchlichen Feiern sämtlicher
Konfessionen alles dabei.
Als wir dann vor einiger Zeit von unserem Freund Simon gefragt
wurden ob wir Lust haben auf einer Feier in der Straßenbahn
zu spielen waren wir natürlich sofort begeistert. In
der U-Bahn in Budapest gaben wir vor drei Jahren ein kurzes
Konzert nach dem Sizget-Festival, eine Straßenbahn fehlte
uns aber noch in der Sammlung.
Als es dann losging kam Simon tatsächlich mit einer historischen
Straßenbahn an die er samt Fahrer von der VAG gemietet
hatte. Simon feierte seinen Geburtstag zusammen mit David
und wollte es mal wieder richtig krachen lassen. Und das tat
er dann und wir halfen kräftig mit. Er holte uns mit
der Straßenbahn vom Aufsessplatz ab da war die Stimmung
der ca.80 Fahrgäste schon an einem ersten Höhepunkt
angelangt. Und alle unsere Freunde waren da. Man stieß
an, lag sich in den Armen, stieß an. Für Getränke
war reichlich gesorgt und so bahnte sich der Partyexpress
seinen Weg durchs nächtliche Nürnberg....
Wir stellten uns ganz hinten im Türbereich auf und legten
los. Platz war da eigentlich nicht aber nach einiger Zeit
waren unsere Körper so verformt dass wir uns der Situation
anpassen konnten. An
jeder Haltestelle musste sich Butz an den Haltestangen festklammern
um nicht aus der Bahn gedrückt zu werden. Wenn er nicht
soviel Übung vom Klettern gehabt hätte wäre
er an diesem Abend wohl verloren gegangen. Als Gastmusiker
waren Simon am Saxofon und Nina am Akordeon am Start. Die
Menge honorierte es mit lautem Gejohle. Es wurde derart wild
getanzt das sich die Straßenbahn hinten aufschaukelte
und aus den Gleisen zu springen drohte, der Fahrer nahm's
gelassen und hatte Spaß an dem alten Fahrzeug und der
robusten Technik. In regelmäßigen Abständen
wurden Pinkelpausen eingelegt wobei sich an den Haltestellen
Straßenfest-Atmosphäre einstellte. Die Tour dauerte
3 Stunden danach hielt die Straßenbahn in der Pirkheimerstraße
und die Feier verlagerte sich in die P58, Nürnberg's
lustiges Party-WG Haus und dauerte noch bis in die frühen
Morgenstunden. Danke an Simon und David für dieses Fest.
Ihr habt es wirklich mal wieder richtig krachen lassen!
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