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Reisetagebuch der Band „la-boum” - Straßenbahn, Nürnberg 11/2009  

la-boum_bandSeit langer Zeit typisch für la-boum und eines unserer Markenzeichen ist das Vortragen von Musikstücken an ungewöhnlichen Orten und zu außergewöhnlichen Anlässen. In WG-Toiletten, auf sämtlichen Brücken, in Geschäften, auf Ritterburgen, LKW-Ladeflächen, Bahnsteigen, im Museum, im Matsch, in der Küche, im Schwimmbad, am Badesee, im Zug, Parkhaus,in der Skihütte, Kirche, im Kino, Varieté-Theater, Zirkus, Rathaus und am Strand um hier nur einige zu nennen. Ebenso bizarr die Anlässe zu denen wir Aufspielten. Von der Hanfparty der Grünen mit Claudia Roth über Schwulenhochzeit und Schaukochen, Blumenfest bis zu kirchlichen Feiern sämtlicher Konfessionen alles dabei.

Als wir dann vor einiger Zeit von unserem Freund Simon gefragt wurden ob wir Lust haben auf einer Feier in der Straßenbahn zu spielen waren wir natürlich sofort begeistert. In der U-Bahn in Budapest gaben wir vor drei Jahren ein kurzes Konzert nach dem Sizget-Festival, eine Straßenbahn fehlte uns aber noch in der Sammlung.

Als es dann losging kam Simon tatsächlich mit einer historischen Straßenbahn an die er samt Fahrer von der VAG gemietet hatte. Simon feierte seinen Geburtstag zusammen mit David und wollte es mal wieder richtig krachen lassen. Und das tat er dann und wir halfen kräftig mit. Er holte uns mit der Straßenbahn vom Aufsessplatz ab da war die Stimmung der ca.80 Fahrgäste schon an einem ersten Höhepunkt angelangt. Und alle unsere Freunde waren da. Man stieß an, lag sich in den Armen, stieß an. Für Getränke war reichlich gesorgt und so bahnte sich der Partyexpress seinen Weg durchs nächtliche Nürnberg....

Wir stellten uns ganz hinten im Türbereich auf und legten los. Platz war da eigentlich nicht aber nach einiger Zeit waren unsere Körper so verformt dass wir uns der Situation anpassen konnten. Anla-boum_band jeder Haltestelle musste sich Butz an den Haltestangen festklammern um nicht aus der Bahn gedrückt zu werden. Wenn er nicht soviel Übung vom Klettern gehabt hätte wäre er an diesem Abend wohl verloren gegangen. Als Gastmusiker waren Simon am Saxofon und Nina am Akordeon am Start. Die Menge honorierte es mit lautem Gejohle. Es wurde derart wild getanzt das sich die Straßenbahn hinten aufschaukelte und aus den Gleisen zu springen drohte, der Fahrer nahm's gelassen und hatte Spaß an dem alten Fahrzeug und der robusten Technik. In regelmäßigen Abständen wurden Pinkelpausen eingelegt wobei sich an den Haltestellen Straßenfest-Atmosphäre einstellte. Die Tour dauerte 3 Stunden danach hielt die Straßenbahn in der Pirkheimerstraße und die Feier verlagerte sich in die P58, Nürnberg's lustiges Party-WG Haus und dauerte noch bis in die frühen Morgenstunden. Danke an Simon und David für dieses Fest. Ihr habt es wirklich mal wieder richtig krachen lassen!

 

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