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Reisetagebuch der Band „la-boum” 11/2009 
Aus Mr. Boules Tagebuch:

Dass Würzburg eine schöne Stadt ist - auch und besonders abends im Dunkeln - wissen die meisten Musiker. Dass aber das Standard eine traditionelle Studentenkneipe ist, die auch Musiker gern bewirtet, wissen im speziellen nur la-boum. Dafür gibt es mehrere Gründe: zum einen war ein Konzert im Standard die Geburtsstunde von la-boum mit Butz als Sänger (noch zu viert und mit Arne am Keyboard, siehe 15 Jahre la-boum...), zum anderen übernachtete die Band während des Straßenmusikfestivals 2007 im benachbarten Kolpinghaus und war oft im Standard zu Gast, und außerdem wollte man sich solidarisch mit den Studenten zeigen und endlich im Bildungsstreik klar Position beziehen. Schließlich rekrutiert sich ein gutes Drittel der Bandmitglieder aus dieser Bevölkerungsgruppe.

Und weil bald der Nikolaus kommt und wir noch ein paar gute Taten vorweisen wollten, verbanden wir den Besuch mit einem Benefizkonzert zugunsten von Straßenkindern von irgendwo in Südamerika. Mit Oakie am Schlagzeug und einer extra-lauten minimal Verstärkeranlage (wie damals in Opa's Partykeller...) rockten wir den verrauchten Studentenkeller wie beim ersten Konzert. Ein Mann mit Melone, diesmal ohne Melone, am Mischpult, verstand es in regelmäßigen Abständen interessante Pfeifftöne mit der Anlage zu erzeugen und brachte sich so auf seine ganz eigene Weise in die Performance ein. Akustikmeister Butz bereute daraufhin lautstark seine Entscheidung an diesem Abend nüchtern zu bleiben und machte die anderen Bandmitglieder indirekt dafür verantwortlich, woraufhin die sich mit einen spontanen Advents-Schautrinken bedankten. Die Zuhörer freuten sich über die Tanzmusik und spendeten reichlich Beifall. Es wurden drei Zugaben gefordert und gegeben. Keiner entkam ungerockt aus den Tiefen des Kellers, noch nie wurde für Straßenkinder soviel Schweiß vergossen.

Schön eng, verraucht und laut war es, so wie es eben sein muss in einer traditionellen Studentenkneipe. Und nach dem Konzert gab es für die Band noch eine Zaubervorstellung von Zauberer Zappalott, bei der der begabte Künstler geschickt eine Weinflasche in den Bandbus schmuggelte... Ende gut, alles gut.