Endlich!
La-Boum im Kino!
Sensation, Unglaublich!
Nach 17 Jahren harter Bühnenpräsenz hat es La-Boum
endlich ins Kino geschafft. Und das auch noch im fränkischen
Pop-Mekka Hersbruck…aber wie kam das?
In Hersbruck gab es früher, wie in so vielen anderen
Kleinstädten auch, ein Kino, das irgendwann mit den großen
Kinopalästen nicht mehr mithalten konnte und schließen
musste. Nur wollten es hier ein paar engagierte Bürger
nicht hinnehmen, dass Kultur aus ihrem Städtchen verschwindet
und gründeten einen Verein zum Unterhalt des alten Kinos.
Und es gelang ihnen bis heute mit einer Mischung aus Musik,
Theater, Kabarett und natürlich Kino dieses cineastische
Kleinod zu erhalten. Und das auch noch mit großem Erfolg.
Mittlerweile spielte vor der Leinwand schon fast alles, was
in der fränkischen Musikszene Rang und Namen hat. Bands
wie Wuppinger & L'Orchestre Europa, The Great Bertholinis,
Smokestack Lightnin' und Nürnberger Musikerlegenden wie
Rudi Madsius & Klaus Brandl, Mitch Sauer und Stefan Grasse.
Nach dem jahrelang die Gruppen der einst gefeierten „Hersbrucker
Schule“ (Zündfunk, B2), wie die Musik von The Robocop
Kraus, The Audience, Yucca, etc. einst genannt wurde, in die
großen Städte Süddeutschlands zogen, schlagen
die nun zurück und kommen ihrerseits in die drittgrößte
Stadt des Landkreises Nürnberger Land, und zwar ins Kick.
Samstags geht’s da ab wie früher wohl nur bei Elvis-Filmen
oder der Premiere von „A hard days night“. Also
sagten auch wir nicht nein, als uns Vereinsvorstand Peter
einlud, um im Kick zu spielen, und fuhren an einem dunklen
Novemberabend mit Instrumenten und Waschbrett nach Hersbruck.
Wir konnten ihn zum Glück überreden, einen Teil
der Bestuhlung zu entfernen, so konnte größerer
Schaden am Mobiliar abgewendet werden.
Und nach dem wir unsere Instrumente aufgebaut hatten, gingen
wir erst mal in ein Herbrucker Wirtshaus, um uns angemessen
für unseren Auftritt zu stärken. Die bestellten
Mahlzeiten standen noch nicht auf dem Tisch, da bekamen wir
schon einen Anruf von Peter. Völlig aufgeregt sagte er
am Telefon: „ Wo steckt ihr? Die Bude ist schon voller
Leute die euch sehen wollen! Die werden langsam unruhig…“.
Wir vertrösteten ihn und versprachen ihm, uns zu beeilen.
Sofort nach dem die reichlichen und in viel Fett gebratenen
Speißen auf dem Tisch standen, schlangen wir sie in
Rekordtempo in uns hinein, um schnell wieder im Kick zu sein.
Besonders schwer hatte es hier Bassmannn Haui, der einen kapitalen
Karpfen auf seinem Teller liegen hatte, der wohl bei jedem
Preisfischen den ersten Platz gewonnen hätte. Trotzdem,
der wackere Bassist zerlegte und verspeißte ihn fachgerecht
und ohne sich dabei zu verschlucken. Nachdem auch die anderen
Musiker ihre XXL-Schnitzel mit drei Seilda runtergespült
hatten, rannten wir sofort durch die Hersbrucker Altstadt
zum Kick zurück, direkt auf die Bühne und fingen
an zu spielen. Schon nach den ersten Takten merkten wir unsere
vollen Mägen. Sie zogen uns runter wie nasse Säcke.
Wir fühlten uns zunächst träge und schlapp
und wären am liebsten ins Bett gegangen, aber dann fing
das Publikum schon beim ersten Lied so dermaßen zu feiern
an, dass alles Völlegefühl vergessen war und wir
spielten uns wieder fit. Es wurden am Ende zwei Sets und zwei
Zugaben. Das Kick war sehr gut besucht und obwohl einige Tische
umfielen und Gläser zu Bruch gingen, waren wieder mal
alle glücklich, zufrieden und satt!
Danke lieber KiCK e.V für die Einladung.
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