Beim
Betore Festival spielten wir schon zum zweiten
Mal und es war diesmal noch schöner!
Die Hinfahrt war beschwerlich und als wir die Autobahn verließen
drohte ein Schneesturm aufzukommen. Es war
stockfinstere Nacht in den Dörfern um Helmbrechts, keine
Menschenseele auf der Straße. Wir hatten uns verfahren...doch
wer fährt so spät durch Nacht und Wind? Wenn das
mal nicht die La-Boumer sind! Schnell pinkelten wir in einen
Vorgarten, um festzustellen, aus welcher Richtung der Wind
kommt, und schon lag sie vor uns: die hell erleuchtete Turnhalle
in Wüstenselbitz. Zuerst dachten wir an eine Fata Morgana
(nein, es wurde nicht wieder Wein im Bandbus getrunken), wo
sollten auch die vielen Menschen auf einmal herkommen, waren
doch nicht mal Frettchen bei dem Wetter unterwegs. Doch wir
merkten schnell, dass alles so seine Richtigkeit hat und nach
der herzlichen Begrüßung durch die Helmbrechts
Connection um Mastermind und Veranstalter Pascal, der uns
auch eingeladen hatte, waren alle Zweifel wie wegewischt.
In der stilechten 70er
Jahre Turnhalle ging es schon bei unserer Ankunft
ab wie zuletzt beim Völkerball-Endspiel der Landjugend
1981. Kein Wunder, denn Exit Oslo waren schon am Werk und
schmetterten ihren Stromgitarren-Indie-Rock gegen die Sprossenwände.
Auch die Lokalmatadoren von Lebend K.O. sorgten nicht für
Abkühlung. Ihrer Parole „feiert euch selbst“
folgte das Publikum sofort und so heftig, dass die Freiwillige
Feuerwehr ihren Befehlsstand im Keller vorsichtshalber räumte.
Und so war dann auch schon jede und jeder der Anwesenden so
gut auf unseren Auftritt vorbereitet, dass ab dem ersten Takt,
den wir spielten, die Post abging. Hätten wir auch gar
nicht anders erwartet, denn schließlich spielten wir
schon zum vierten Mal in der Gegend und kannten uns in Sachen
Feierfreudigkeit der einheimischen Jugend
bestens aus. Ruderboot und Flughafen, mehr braucht man nicht,
um nur einige der traditionellen Formationstänze zu nennen,
und schon kocht die Halle.
So macht Turnhalle Spaß!
Nach unserem Konzert chillte man zu den Beats von Flowin IMMO,
dem genialen Gevatter ATTER aka Immodeus Flowzart, der das
zweitägige Festival beendete und dazwischen aus den Bremer
Alpen erzählte. Hoffentlich hat niemand vergessen ihn
zum Weißwurstfrühstück einzuladen....
Helmbrechts. Ein Wintermärchen. Es war mal wieder toll
bei euch, aber jetzt ist es an der Zeit, dass ihr uns mal
Zuhause besucht, z.B. zu unserer großen Feier „das
letzte Mal Sommer vor Weihnachten“ am 23.12. in der
Zwingerbar in Nürnberg. Bis Bald!
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