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Reisetagebuch der Band „la-boum” - 12/2009  

la-boum_bandBeim Betore Festival spielten wir schon zum zweiten Mal und es war diesmal noch schöner!
Die Hinfahrt war beschwerlich und als wir die Autobahn verließen drohte ein Schneesturm aufzukommen. Es war stockfinstere Nacht in den Dörfern um Helmbrechts, keine Menschenseele auf der Straße. Wir hatten uns verfahren...doch wer fährt so spät durch Nacht und Wind? Wenn das mal nicht die La-Boumer sind! Schnell pinkelten wir in einen Vorgarten, um festzustellen, aus welcher Richtung der Wind kommt, und schon lag sie vor uns: die hell erleuchtete Turnhalle in Wüstenselbitz. Zuerst dachten wir an eine Fata Morgana (nein, es wurde nicht wieder Wein im Bandbus getrunken), wo sollten auch die vielen Menschen auf einmal herkommen, waren doch nicht mal Frettchen bei dem Wetter unterwegs. Doch wir merkten schnell, dass alles so seine Richtigkeit hat und nach der herzlichen Begrüßung durch die Helmbrechts Connection um Mastermind und Veranstalter Pascal, der uns auch eingeladen hatte, waren alle Zweifel wie wegewischt.

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In der stilechten 70er Jahre Turnhalle ging es schon bei unserer Ankunft ab wie zuletzt beim Völkerball-Endspiel der Landjugend 1981. Kein Wunder, denn Exit Oslo waren schon am Werk und schmetterten ihren Stromgitarren-Indie-Rock gegen die Sprossenwände. Auch die Lokalmatadoren von Lebend K.O. sorgten nicht für Abkühlung. Ihrer Parole „feiert euch selbst“ folgte das Publikum sofort und so heftig, dass die Freiwillige Feuerwehr ihren Befehlsstand im Keller vorsichtshalber räumte.
Und so war dann auch schon jede und jeder der Anwesenden so gut auf unseren Auftritt vorbereitet, dass ab dem ersten Takt, den wir spielten, die Post abging. Hätten wir auch gar nicht anders erwartet, denn schließlich spielten wir schon zum vierten Mal in der Gegend und kannten uns in Sachen Feierfreudigkeit der einheimischen Jugend bestens aus. Ruderboot und Flughafen, mehr braucht man nicht, um nur einige der traditionellen Formationstänze zu nennen, und schon kocht die Halle.
So macht Turnhalle Spaß!
Nach unserem Konzert chillte man zu den Beats von Flowin IMMO, dem genialen Gevatter ATTER aka Immodeus Flowzart, der das zweitägige Festival beendete und dazwischen aus den Bremer Alpen erzählte. Hoffentlich hat niemand vergessen ihn zum Weißwurstfrühstück einzuladen....


Helmbrechts. Ein Wintermärchen. Es war mal wieder toll bei euch, aber jetzt ist es an der Zeit, dass ihr uns mal Zuhause besucht, z.B. zu unserer großen Feier „das letzte Mal Sommer vor Weihnachten“ am 23.12. in der Zwingerbar in Nürnberg. Bis Bald!