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Reisetagebuch der Band „la-boum” - Bergkirchweih, Erlangen 06/2009  
la-boum_bandEs war ein lauer Sommerabend, wie im Bilderbuch, als wir uns am Proberaum trafen. Ein denkwürdiger Tag, denn heute sollten wir zum ersten mal zu sechst auf der Bühne stehen! Zum anderen ist es das erste mal auf der Erlanger Bergkirchweih im offiziellen Programm. Nach dem wir Sack und Pack eingeladen hatten, ging es zum Ort des Spektakels. Nicht-Erlangener müssen wissen, dass sich am "Berg" um die 100.000 fürchterlich durstigen Menschen versammeln, um diesen fürchterlichen Durst mit extra starkem Bergbier zu löschen. Die Folgen sind überschläglicher Frohsinn und eine gewisse Orientierungslosigkeit.

la-boum_band Dort angekommen, mussten wir uns mit unseren Gefährten erst ein mal den Weg durch die Massen bahnen, das Eichemüllermobil blieb in einer Steilkurve stecken und wurde von mehreren Schaulustigen wieder auf die richtige Fährte gebracht. Sicher geparkt unter dem Grün der Eichen wurde entladen und anschließend die Örtlichkeit observiert. Die Schnappsbar vom Transfer ist nicht weit, ein Glück! Nach kräftigem fränkischen Mahl ging es ans Aufbauen. Ein Meisterstück, da man ständig überschwänglich frohsinnigen, tapsigen Leuten ausweichen musste. Beim Aufbau, unter den wachsamen Augen von unserem Anwalt Wolf und seinen Gespielinnen, ließ man den Ort das erste mal von der Bühne aus auf sich wirken. Bierbänke, Eichen, Lampion-Ketten und viele, viele Menschen. Und schon ging es los.

la-boum_bandDas erste Set verlief ohne besondere Zwischenfälle, aber unter wohlwollendem Applaus. Oakie hatte sich gerade erst warm geschwitzt.
Beim zweiten Set wurde es dunkel, was die eigentlich schon nicht mehr so durstigen Menschen dennoch zum weitertrinken anstachelte.
Um Armario und Oakie bildeten sich kleine Wasserlachen.
Beim dritten und letzten Set geriet die Situation ausser Kontrolle: überschwänglicher Frohsinn verwandelte sich in pure, glückselige Raserei, die Band und das Publikum wurden mit Eichenblättern geschmückt, Lampen wurden zu Gobos animiert, Biertische dienten einer Horde männlicher und weiblicher Boxenluder als Tanzfläche.
la-boum_band Helen verschwand komischer Weise etwas bleich unter einem dieser Tische. Doch um 23:00h war der Spuk vorbei, ganz ohne Lili Marlen und die anderen Berg-Klassiker hatten wir es geschafft, das Puplikum zu begeistern. Ein unvergesslicher Abend mit Waschbrett...
Danke Bergkirchweih!