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Reisetagebuch der Band „la-boum” 06/2009 
la-boum_bandAus Mr. Boules Tagebuch:

Berlin, Erfurt, Gera, München.

Im Juni gehts rund, das war uns schon vorher klar, wie rund hätte aber keiner ahnen können.

Auftakt war Berlin, ein guter Freund und Weggefährte hatte geladen um die Hochzeit mit seiner Liebsten zu feiern. Ort des Geschehens: ein Kabaret im Flughafen Tempelhof Berlin.
An sich schon eine coole Location, nur hatten Berliner Autonomen exakt an diesem Tag beschlossen eben diesen Flughafen zu besetzen. Am Ort des Geschehens angekommen war die Lage schlimmer als erwartet. Wir mussten uns erst durch die bunt gemischten Demonstranten, dann durch die Polizei-Linien, die das Gebäute abgeriegelt hatten, kämpfen. Die Polizisten musterten uns erst argwönisch, da wir uns optisch nicht wirklich von den Demonstranten abhoben. Nach langen Diskussionen hatten sie uns als Nicht-Autonome akzeptiert und ließen uns mit Fahrzeug passieren. Wir luden hinter der Frontlinie aus und wollten das Fahrzeug noch schnell in Sicherheit bringen, als die Lage bereits eskalierte.
Ein Wasserwerfer wurde eingesetzt, Gegenstände flogen durch die Luft, viel Gerenne und Geschrei. Wir waren hinter der Polizei eingekesselt. Egal, wir widmeten uns wichtigeren Dingen und bereiteten ein Konzert auf einer mit vielen kleinen Lichtern verziehrten Bühne vor, auf der normalerweise Transvestiten, Zauberer oder barbusige Tänzerinnnen im schummrigen Licht die Menschen verzaubern. Die Gäste schwitzten, tranken und tanzten bis in die späte Nacht. Als wir im Morgengrauen den Club verließen, war außer einzelner Polizei-Posten nichts mehr von der Demo zu sehen. Lediglich als wir am nächsten Tag das Auto holen wollten, wurde uns der Weg wieder von einem Fahrradrennen abgeschnitten. Die spinnen in Berlin, und die Taxifahrer sind eh das letzte dort. Zu den Bildern ...

la-boum_bandAuf nach Erfurt! Wir waren nach viel zu kurzer Nacht zu früh dran, hatten noch einige Zeit um in der Wiese zu liegen oder die Stadt zu begutachten. Die Bühne war riesig, das Puplikum schwierig und die Techniker hatten Probleme mit der Technik und mit sich selbst, worauf ein recht unspektakuläres, aber nettes Konzert folgte. Lediglich ein paar zahnlose Freaks hellten die Stimmung vor der Bühne auf, in dem sie gewagte Tanzeinlagen hinlegten. Zu den Bildern ...

Am nächsten Wochenende ging es nach Gera zum Flammende Sterne Feuerwerksspektakel.
Tolles Puplikum, die kannten uns schon vom letzten Jahr, und bereiteten uns einen warmen Empfang. Thüringens bekannteste Band, die Biba Butzemänner, waren auch wieder von der Partie, ein Treffen mit Freunden und beste Stimmung auf, vor und hinter der Bühne. Lediglich das vom Veranstalter organiserte Bier war grausig, deswegen mussten wir uns selber an Bierbuden eindecken. Zu den Bildern ...

la-boum_bandAm Morgen ging es dann quer durch Deutschland nach München auf das Tollwood-Festival. Alles Bio Öko Kunst Kultur Alternativ Kulinarik mit super Athmosphäre. Wir spielten im Zirkuszelt Andechser auf. Obwohl die Sonne nach angekündigtem ausbleibenden Unwetter schien, war das Zelt sehr gut besucht. Das Puplikum überraschte uns mit frenetischem Applaus, wir überraschten es mit noch wilderen Sprüngen, viel Schweiss, Spass und Zugaben, bis wir auf Grund der nächten Band aufhören mussten. Auf ging es zum nächsten Konzert, auf eine kleine private Geburtstagsfeier in einem Schlösschen in der Oberpfalz. Oakies Kumpel feierte, den Gästen gefiel die Musik so gut, so dass sie selber mit Gesang und Spiel einstimmten und es egal wurde, ob Band oder Publikum - alles wurde eins. Kleine Kinder mit Leuchtreifen wuselten im Unterholz und zwischen den Gästen umher. Zu den Bildern ...

Sogar auf der Heimfahrt wurde noch weiter gesungen und gespielt. Salzbergwerkzwerg Ende.